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19.06.2019, 18:57 Uhr
Pressemitteilung: CDU Stadtratsfraktion Aurich
Stellungnahme zu drei Exbürgermeister äußern Kritik

Von oben herab.

1991 wurde Wolfgang Ontijd als letzter ehrenamtlicher Bürgermeister im sogenannten zweigleisigen System vom Stadtrat gewählt und löste Amtsinhaber Werner Stöhr ab.

1996 wurde der erste hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Wolfgang Ontijd verlor gegen Werner Stöhr deutlich und trat zur Stichwahl nicht mehr an. 2001 verlor Werner Stöhr die Wiederwahl gegen seine Kämmerin Sigrid Griesel. 2006 verlor Sigrid Griesel ihre Wiederwahl gegen Heinz-Werner Windhorst, der als erster Bürgermeister für acht Jahre gewählt wurde.

Jede/r für sich mag ein guter Bürgermeister/in gewesen sein, hatte seine Stärken und Schwächen, aber warum haben die drei ihre Wiederwahl jeweils verloren? Die Antworten waren immer ziemlich gleich: die Finanzen der Stadt, fehlende Entwicklung der Stadt, intransparente Politik, die Wähler*innen wurden nicht mitgenommen, Unruhe im Rathaus und die Wählerinnen und Wähler wollten eine andere Politik.

In all den Jahren gab es große Diskussionen, sogar Streit um Großprojekte wie z. B. den Bau der Tiefgarage unterm Marktplatz mit dazugehörigem Sous Turm und Markthalle, den Neubau des zentralen Busbahnhofs an der Wallstraße, den Neubau des Carolinenhofes und die wieder Inbetriebnahme der Bahn von Aurich nach Abelitz. Großprojekte, die sich heute noch alle als Glücksfall für Aurich erweisen. Der größte Glücksfall gelang dem Auricher Rat in den 80er Jahren als durch eine Bürgschaft ENERCON-Gründer Alois Wobben an Aurich gebunden wurde. Hut ab für diese Ratsentscheidung.

Dieser Erfolg wurde durch den Einsatz vom ehemaligen Ortsbürgermeister von Sandhorst Gerhard Harms und den 2007 von Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst vorgeschlagenen und vom Rat gewählten ersten Stadtrat Hardwig Kuiper noch wichtiger, weil es gelang der Firma ENERCON in Sandhorst die gewünschte große Erweiterung zu ermöglichen.

Als bisher einzigem Bürgermeister gelang Heinz-Werner Windhorst seine Wiederwahl 2014 mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang. Woran lag das? Heinz-Werner Windhorst hatte in der Bevölkerung eine ungeheuer große Beliebtheit. Die Finanzen der Stadt waren auf einem guten Weg dank hoher Gewerbesteuereinnahmen. Am Ellernfeld entstand endlich das neue Familienbad „De Baalje“. Die Sparkassen-Arena wurde gebaut und die große Politik in Berlin beschloss den Atomausstieg. Die regenerative Energie der Firma ENERCON war gefragt, die Firma expandierte immer weiter und davon profitierte die Stadt Aurich und letztlich ganz Ostfriesland. Aurich wurde zur boomenden Stadt wollte Stadt der regenerativen Energien werden und gründete gemeinsam mit Enercon die Stadtwerke.

Doch dann kam der Einbruch. Die Stadt Magdeburg und andere Standorte bekamen vom großen ENERCON-Kuchen einen erheblichen Happen ab. Die Politik in Berlin merkte plötzlich, dass die Windenergie zum Spekulationsobjekt für Investoren wurde und änderte den eingeschlagenen und erfolgreichen Weg der sauberen Energie.

Die Aufträge für ENERCON und somit die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Aurich brachen weg. Einige Hellseher hatten es schon viele Jahre vorher kommen sehen.

Und wieder standen große Projekte, wie z. B. das EEZ in der öffentlichen Diskussion. Wenn alle Kritiker das EEZ besuchen und sich objektiv mit dem Bau auseinandersetzen würden, könnte sogar das noch ein Erfolg werden.

Die Entscheidungen des Bürgermeisters, der Verwaltung und des Stadtrates zu kritisieren steht jedem Bürger*innen zu und gehört zu unserer Demokratie dazu. Es sollte aber bedacht werden, dass jedes Mitglied sich auf seine Weise nach bestem Wissen und Gewissen für die Stadt einsetzt.

Der designierte neue Bürgermeister von Aurich Horst Feddermann will kein zweiter Windhorst werden. Braucht er auch nicht. Wenn er nur die Hälfte der Menschlichkeit von Winni übernimmt und nicht vom Turm auf sein Wahlvolk herunterblickt dann kann er ein Guter werden.

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