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24.11.2019, 22:19 Uhr
Der Antrag „Windenergie an Land in Deutschland stärken“ des CDU-Kreisverbandes Aurich wurde auf dem Bundesparteitag der CDU in Leipzig durch die Delegierten beschlossen

Fischer, Thiele, BM Altmaier, Behrens und Reder

Der Antrag „Windenergie an Land in Deutschland stärken“ des CDU-Kreisverbandes Aurich wurde auf dem Bundesparteitag der CDU in Leipzig durch die Delegierten beschlossen. Zuvor hatte der Kreis- und Bezirksvorsitzende Sven Behrens (Berumbur) den Antrag begründet und auf die Krisensituation und den massiven Stellenabbau bei Enercon in Aurich und Magdeburg hingewiesen. Behrens machte in seiner Rede deutlich, dass Deutschland im Zukunftsmarkt Windkraft ein Superstar werden könne. Leider scheitere das an Bürokratie, Naturschützern - und an Leuten, die erwarten, von den Zumutungen der Moderne verschont zu werden, kritisierte der Vorsitzende. In diesem Zusammenhang ging er auch auf konkrete Kritikpunkte auf Landes- und Bundesebene wie die langen Genehmigungsverfahren aber auch den Natur- und Artenschutz ein.

„Durch den Beschluss des Bundesparteitages hat die CDU-Deutschlands ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Windenergie an Land in Deutschland und den Landkreis Aurich als betroffene Region gesandt“, hobt Behrens in einer Pressemitteilung hervor.

Am Rande des Bundesparteitages führten die ostfriesischen Delegierten Ulf Thiele (MdL), Björn Fischer (Kreisvorsitzender in Wittmund), Klaus-Dieter Reder (Stadtverbandsvorsitzender Wiesmoor) und Sven Behrens ein Gespräch mit dem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Dabei nahm sich der Bundesminister anderthalb Stunden Zeit, um sich den Hilferuf der ostfriesischen Christdemokraten anzuhören. Bei dem Gespräch machte Wirtschaftsminister Altmaier deutlich, dass er die Situation um den Windenergieanlagenhersteller Enercon und die Windenergie in Deutschland im Detail kenne. Er selber habe auch Enercon persönlich besucht und war das letzte Mal 2018 vor Ort, um Gespräche mit der IG-Metall, Betriebsräten und der Politik vor dem Hintergrund der damaligen Entlassungswelle zu führen. Darüber hinaus ist Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in regelmäßigen Gesprächen mit dem Bundesverband Windenergie, der Geschäftsleitung von Enercon sowie Vertretern der IG Metall auf Bundesebene. 

Beim Gespräch mit den ostfriesischen Delegierten sicherte der Bundesminister Unterstützung zu und versprach, sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Produktion von Windenergieanlagen in Deutschland einzusetzen. Des weiteren ist es auch sein Ziel, dass es zu kürzeren Genehmigungsverfahren kommt und kurzfristig neue Windenergieprojekte in Deutschland ermöglicht werden. „Weitere kritische Punkte und Positionen, wie die Abstandsregelung von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung, Natur- und Vogelschutzgebiete, aber auch die Vereinfachung der Genehmigungsverfahren insbesondere bei Repowering, d.h. dem Ersatz von alten durch neue Windenergieanlagen, wurden diskutiert“, hob Behrens zu den Inhalten hervor.

„Die Gesellschaft und die CDU wollen keinen Atom- oder Kohlestrom mehr. Wir wollen stattdessen die Energiewende und haben durch den Beschluss des Bundesparteitages ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Windenergie an Land gesandt. Darüberhinaus sprechen wir den Beschäftigten bei Enercon und ihren Familien unsere Solidarität aus und werden alles in unseren Kräften stehende tun, um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in dieser Situation wirkungsvoll zu unterstützen“, fasst Behrens abschließend zusammen.

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