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27.07.2020, 18:11 Uhr
Pressemitteilung CDU-Kreisverband Aurich
Aurich. Die Situation der Landwirtschaft in Ostfriesland ist ein Schwerpunkt der Arbeit des CDU-Kreisverbandes Aurich. Zu den Sorgen der Landwirte in der Region gehört auch die geplante Erweiterung des Biosphärenreservates „Niedersächsisches Wattenmeer“ auf die Küstengemeinden.

Die CDU im Kreis Aurich fordert dringend eine bessere Kommunikation durch die verantwortlichen Stellen im Umweltministerium und Nationalparkverwaltung sowie eine breite öffentliche Diskussion ohne Zeitdruck. Bei einem Arbeitstreffen von Mitgliedern der Kreis-CDU mit dem Landwirtschaftlichen Hauptverein für Ostfriesland (LHV) wurde das Thema Biosphärenreservat intensiv besprochen. Seit 2014 gibt es Überlegungen, das bestehende UNESCO-Biosphärenreservat „Niedersächsisches Wattenmeer“ um eine sogenannte Entwicklungszone zu erweitern, die die anliegenden Küstengemeinden komplett einschließt. Der CDU-Kreis- und Bezirksvorsitzende Sven Behrens meint dazu: „Die Landwirte betrachten derartige Pläne mit Skepsis und wir können das als CDU gut nachvollziehen. Was uns aktuell allerdings am meisten stört, ist die Tatsache, dass über diese mögliche Erweiterung kaum gesprochen wird, erst recht nicht mit den Landwirten.“

Auch dem stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Joachim Kleen (Großheide), verantwortlich für Landwirtschaftspolitik, fällt auf, dass kaum Informationen zur möglichen Erweiterung des Biosphärenreservats öffentlich gemacht würden. Der Eindruck sei momentan, dass das Thema hinter verschlossenen Türen besprochen werde und kaum etwas über die Einrichtung der sogenannten Entwicklungszone nach außen dringe. „Die Erweiterung des Biosphärenreservats spielt derzeit in der Öffentlichkeit keine Rolle, nur bei genauem Nachfragen ist etwas darüber herauszufinden. Das muss dringend anders werden, denn wir reden hier über langfristige Verpflichtungen, die alle in der Region betreffen“, so Kleen.

Der schlechte Informationsstand macht auch die CDU-Politiker skeptisch. Es gebe aktuell schon viele Fördermöglichkeiten für nachhaltiges Wirtschaften im ländlichen Raum, und es sei nicht klar, was die konkreten Vorteile einer Erweiterung seien.

CDU-Chef Behrens dazu: „Die Plakette eines UNESCO-Biosphärenreservats bedeutet für die Küstengemeinden erst einmal nichts. Wir brauchen aber dringend Klarheit darüber, was die Pläne der Nationalparkverwaltung für die Entwicklungszone sind – Wenn hier wieder von oben in die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinden durch Verbote und Auflagen hineinregiert werden soll, dann können wir das nicht mittragen.“

Sein Stellvertreter Joachim Kleen ergänzt: „Niemand in Landwirtschaft und Gewerbe weiß momentan, wie die Erweiterung des Biosphärenreservates die eigene Entwicklung beeinflussen wird. Wir müssen in dieser Region weiterhin vernünftig wirtschaften können, das gilt nicht nur für Landwirte“. Man könne über eine so gravierende und einschneidende Maßnahme erst entscheiden, wenn ausführliche Informationen vorlägen und alle Betroffenen an der Diskussion beteiligt seien, so die CDU. Die Informationen zur Erweiterung des Biosphärenreservats müssten dringend auf den Tisch.

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