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27.07.2020, 18:09 Uhr
Pressemitteilung Arbeitskreis „Landwirtschaft“ CDU Kreisverband Aurich
CDU Arbeitskreis Landwirtschaft trifft Initiative „Land schafft Verbindung“ Verlässlichkeit für Landwirte ist oberstes Gebot
Aurich/Großheide. Der Arbeitskreis „Landwirtschaft“ des CDU-Kreisverbandes Aurich unter Leitung des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Dr. Joachim Kleen aus Coldinne traf sich kürzlich mit dem Vorsitzenden der Initiative „Land schafft Verbindung Ostfriesland (LsV)“, Udo Haßbargen aus Aurich, zum Austausch. Haßbargen berichtete von den zahlreichen Aktivitäten der Initiative, die mit Trecker-Demonstrationen, Sternfahrten, Mahnwachen und Flashmobs seit Herbst letzten Jahres große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregt hat. „Wir freuen uns, dass sich Udo Haßbargen bereit erklärt hat, mit uns zu sprechen“, sagte Kleen. „In Details kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber eines ist klar: Die CDU im Landkreis Aurich unterstützt die Arbeit von LsV, insbesondere die Forderung nach mehr Verlässlichkeit für die Landwirte.“
Joachim Kleen

Die an Landwirtschaft interessierte CDU-Mitglieder befassten sich intensiv mit dem jüngst vereinbarten „Niedersächsischem Weg“ zur weiteren Ausrichtung der Agrar- und Umweltpolitik. Darin haben sich Landesregierung und Verbände aus Landwirtschaft und Umweltschutz auf eine Leitlinie für die weitere Entwicklung geeinigt. Haßbargen stellte im Gespräch klar, dass sich die Landwirtschaft verändern müsse, so wie sie sich immer angepasst habe. Ob der „Niedersächsische Weg“ aber ein Erfolg werde, hänge vor allem davon ab, wie das Konzept jetzt konkret ausgestaltet werde und wie verbindlich es für die beteiligten Parteien sei. „Wir brauchen zuerst eine Verlässlichkeit der Politik, damit wir planen können. Wir sind nicht gegen Veränderungen, mit diesen Veränderungen müssen wir aber auch wirtschaften können“, machte Haßbargen deutlich.

Die CDU unterstützt diese Forderung und stellt fest, dass jede neue Maßnahme, die den Landwirten zusätzlich abverlangt werde, eine Gegenleistung erforderlich mache. Daher sei der von Landwirten bereits seit vielen Jahren durchgeführte Vertragsnaturschutz der ideale Weg und besser als neue ordnungsrechtliche und bürokratische Auflagen. Der „Niedersächsische Weg“ sei ein Kompromiss, mit dem man leben könne – allerdings sei das Festhalten der beteiligten Umweltverbände NABU und BUND am laufenden Volksbegehren Artenvielfalt kein gutes Signal. Es gebe große Unsicherheiten bei den Landwirten , insbesondere bei Pächtern von Domänen des Landes. Die CDU erwartet, dass hier Vertragstreue garantiert werde. „Wir sehen ganz klar, dass dort, wo Landwirte im eigenen Interesse Leistungen für den Naturschutz erbringen, die Kulturlandschaft intakt ist. Wir wollen keine Binsen-Monokultur auf Flächen, die dann für Bewirtschaftung und Nahrungsmittelerzeugung nicht mehr zur Verfügung stehen. Naturschutz geht nur mit den Landwirten, nicht gegen sie“, so der Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises Dr.Joachim Kleen abschließend.

Weitere Informationen zu Land schafft Verbindung Ostfriesland (LsV)

http://lsv-ostfriesland.de

https://www.facebook.com/Land.schafft.Verbindung.Ostfriesland/

 

Weitere Informationen zum „Niedersächsischen Weg“:

https://www.niedersachsen.de/niedersaechsischer-weg

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