Neuigkeiten

16.02.2018, 19:42 Uhr
100 Jahre Frauenwahlrecht – Wählen ja! – Teilhabe nein?

v.l.n.r.: Birgit Deutschländer, Ute Krüger-Pöppelwiehe, Barbara Havliza & Astrid Dirks.

Unter diesem Motto stand die Kreisvorsitzendenkonferenz der FrauenUnion Niedersachsen, die am Samstag, 10. Februar 2018, in Hannover stattfand.

Die Landesvorsitzende der FrauenUnion Ute Krüger-Pöppelwiehe zeichnete in ihrem Vortrag den langen Weg der Frauen bis zur Erlangung des Frauenwahlrechts im Jahr 1918 nach.
Am 30. November 1918 trat das Reichswahlrecht in Deutschland in Kraft und es gilt als die Geburtsstunde des deutschen Frauenwahlrechts. In dem turbulenten Jahr zum Ende des Ersten Weltkrieges wurde das Frauenwahlrecht auch in Österreich, Polen und Russland eingeführt. Rückblickend liegt Deutschland damit im historischen Mittelfeld. So erhielten die Frauen in Italien beispielsweise erst im Jahre 1946 das volle Wahlrecht und europäisches Schlusslicht ist Lichtenstein im Jahr 1982. Das erste europäische Land mit einem Frauenwahlrecht seit dem Jahr 1906 ist Finnland.

Viele mutige Frauen haben seitdem ihren Weg in die Politik gefunden und sich für das Gemeinwohl engagiert. Das ist für die Frauen aber auch heute nicht immer einfach und daher hat die FrauenUnion Niedersachsen ein Programm aufgelegt und der CDU Niedersachsen unterbreitet, um Frauen intensiver in politischen Positionen zu unterstützen. Es ist unter anderem ein Tandemprojekt geplant, in dem Nachwuchspolitiker und Politikerinnen durch erfahrende Kommunalpolitiker unterstützt werden.

Der Höhepunkt der Konferenz war die fundierte und persönliche Vorstellung und Rede der niedersächsischen CDU-Justizministerin Barbara Havliza. Die erfahrene Richterin, Ehefrau und Mutter von zwei erwachsenen Kindern schilderte sehr anschaulich ihren Weg zwischen Karriere und Familie von der Jurastudentin über die Position der vorsitzenden Richterin für Staatsschutzsachen in Nordrhein-Westfalen in das Kabinett der großen Koalition in Niedersachsen.

Ihre Berufung als fachliche qualifizierte Quereinsteigerin in das Schattenkabinett von Bernd Althusmann und dann als Justizministerin habe sie sehr erfreut und sie ermutigte ihre Zuhörerinnen auch, sich politisch zu engagieren.

„Man darf keine Angst haben und böse Töne ersetzen keine Argumente“ gab sie den ca. 60 Zuhörerinnen mit auf den Weg.

Von der FrauenUnion Aurich nahmen Birgit Deutschländer und Astrid Dirks an der Veranstaltung in Hannover teil.

Nächste Termine

Weitere Termine